Die Glocken für Lörick

Der 9. Dezember 1979 war ein großer Festtag für die Christus-König Ge-meinde. Im Auftrag des Kölner Erzbischofs, Joseph Kardinal Höffner, weihte Domkapitular Prälat Rudolf Peifer ein neues Geläute für die Kirche. Die drei bronzenen Glocken waren auf das „Te-Deum“-Motiv abgestimmt und wurden von der Glockengießerei Gebrüder Rincker aus dem Dillkreis gegossen. Für die Gemeinde erfüllte sich damit ein langgehegter Wunsch, auf dessen Erfüllung man fast 50 Jahre warten musste: Glocken, die feierlich zum Gottesdienst rufen.
Nach einer alten Tradition trägt jede Glocke einen Namen:
Die mit 246 kg schwerste Glocke heißt „Das alle eins seien“. Gespendet wurde diese Glocke von der Familie Jakob Gatzweiler.
Nach dem Märtyrer Maximilian Kolbe (hingerichtet am 14.August 1941 in Auschwitz) ist die zweite Glocke benannt. Sie hat ein Gewicht von 154 kg und wurde von 43 Spendern finanziert.
Die dritte Glocke mit einem Gewicht von 110 kg wurde von der Familie Dr. Hiersig gestiftet und trägt den Namen „Königin des Friedens“.
Nach der Profanisierung und dem Verkauf der Christus-König-Kirche im Jahre 2010 wurde für das Geläute der ehemaligen Pfarrkirche eine neue Bestimmung gesucht. Glocken sind durch die Weihe für den Gottesdienst bestimmt und dürfen nicht verkauft oder an Privatpersonen gegeben werden. Schon bald fand sich eine Lösung. Die Kirche St. Maria, Hilfe der Christen verfügt über nur eine Glocke, die dazu noch einen nicht sehr schönen Klang hat.
Im Moment überlegt der Kirchenvorstand gemeinsam mit den Fachleuten des Erzbischöflichen Generalvikriats, ob der Kirchturm von Christus König nach Lörick versetzt werden kann oder ob ein neuer Turm oder ein offener Glockenstuhl gebaut werden soll. Wir hoffen, dass noch in diesem Jahr eine Entscheidung getroffen wird und bald die Glocken der ehemaligen Christus-König-Kirche die Gläubigen von Lörick zum Gottesdienst einladen.
Michael Dederichs




